In­di­en

Das Land steckt vol­ler Ge­gen­sät­ze, wel­che für mich ge­ra­de den Reiz aus­ma­chen.

Für den Ein­s­tei­ger emp­feh­le ich den klein­sten Staat In­di­ens Goa, von hier aus las­sen sich auch wun­der­bar Aus­flü­ge ins Landes­innere ma­chen. In­di­en "light", wie ich es ger­ne nen­ne, hier geht es ge­ruh­sa­mer zu. Es ist der un­ge­wöhn­li­che Mix aus Hin­du­is­mus und Chris­ten­tum, der ei­nem so­wohl ver­traut als auch exo­tisch er­scheint.
Fast 100 Ki­lo­me­ter fei­nen Sand­strand bie­tet die ehe­ma­li­ge por­tu­gie­si­sche En­kla­ve Goa. Die Strän­de sind ge­prägt von un­ter­schied­li­chen Küs­ten­ab­schnit­ten, ki­lo­me­ter­lan­ge fein­san­di­ge Ab­schnit­te ge­folgt von klei­ne­ren Buch­ten und Klip­pen. Das Kli­ma ist tro­pisch.
Reis­fel­der, dich­te Ko­ko­s­pal­men­hai­ne und dschun­gel­ar­tig be­wach­se­ne Fluss­mün­dun­gen prä­gen die Land­schaft. Ko­lo­nial­bau­ten der Por­tu­gie­sen und die weiß ge­kalk­ten ka­tho­li­schen Kir­chen sieht man häu­fig vor al­lem in den grö­ße­ren Städ­ten.
Die bes­te Rei­se­zeit liegt zwi­schen No­vem­ber und März.
Der Flug­ha­fen Da­bo­lin be­fin­det sich in der Nähe der Haupt­stadt Pa­na­ji (Pan­jim).
Für wel­chen Strand man sich nun ent­schei­det, bleibt ei­nem über­las­sen. Es gibt ru­hi­ge­re Strän­de weit im Nor­den und weit im Sü­den und da­zwi­schen be­leb­te­re und zum Teil auch recht tou­ris­tisch er­sch­los­se­ne Or­te, wie zum Bei­spiel Ca­lan­gu­te. Vie­le Or­te bie­ten Yo­ga­kur­se, Ayur­ve­da, Thai Chi und an­de­res an. Um ei­nen ers­ten Ein­druck von ei­ner in­di­schen Stadt zu be­kom­men kann man bei­spiels­wei­se nach Pan­jim oder Ma­pu­sa auf den Frei­tags­markt fah­ren. Hier wird ei­nem al­les ge­bo­ten was das Herz be­gehrt von in­di­schen Ge­wür­zen, Ge­mü­se, Fisch bis hin zu Hand­ar­bei­ten, T-Shirts etc. Ent­spannt kann man das bun­te Trei­ben be­o­b­ach­ten. Frau­en in Sa­ris ,Händ­ler..., die Kühe auf den Stras­sen..., viel Ge­hu­pe, Mo­tor­rik­schas und den Links­ver­kehr ken­nen ler­nen.
Da­nach freut man sich si­cher­lich auf ei­nen sc­hö­nen Son­nen­un­ter­gang am Strand. Bei die­sem Aus­flug hat man viel Neu­es ent­deckt und ken­nen ge­lernt. Al­ter­na­tiv da­zu bie­tet der Hip­pie­markt je­den Mitt­woch in An­ju­na ein an­de­res Er­le­ben. Hier geht es mul­ti­kul­tu­rell zu, es wer­den Hand­ar­bei­ten und Pro­duk­te aus ganz In­di­en an­ge­bo­ten, von Ka­sch­mir­schals, Stof­fen, Tüchern über Schnit­ze­rei­en, Le­der­ar­ti­kel, Ge­wür­zen, Edel­stei­ne, Sch­muck, kann hier na­he­zu al­les er­stan­den wer­den. (Das Han­deln nicht ver­ges­sen!) Es gibt auch ei­ne Rei­he von Eu­ro­päern, die selbst Ge­näh­tes, Sch­muck und an­de­re Wa­ren an­bie­ten. Zwi­schen den zahl­rei­chen Stän­den gibt es klei­ne Ru­hein­seln wo ei­nen Tee, fri­sche Säf­te, in­di­sche Sa­mo­sas und an­de­re Köst­lich­kei­ten an­ge­bo­ten wer­den. Hier kann man aus­ru­hen und das bun­te Trei­ben an sich vor­über­zie­hen las­sen. Da der Markt di­rekt am Strand liegt kann man auch dort ent­span­nen.
Nach und nach lernt man so ver­schie­de­ne Fa­cet­ten von Goa ken­nen und wagt dann vi­el­leicht, beim nächs­ten Mal ei­nen Schritt wei­ter, um die vie­len an­de­ren Ge­sich­ter In­di­ens noch ken­nen zu­ler­nen. Es ist bunt, sch­mut­zig, laut, reich an Kul­tur, spi­ri­tu­ell und die Göt­ter sind stets ge­gen­wär­tig.